Wohngruppe für Kinder (0 - ca. 7 Jahre)
Grundsätzlich wirken sich altersgemischte Kindergruppen positiv auf die geistige, sprachliche, emotionale und soziale Entwicklung der einzelnen Kinder aus.Start- und Kernphase
Das Leben in der Wohngruppe findet in einer familienähnlichen Form statt. Ist ein Kind neu in der Wohngruppe, muss es zuerst seinen Platz in der Gruppe finden. Die Mitarbeiterinnen sind gefordert, das Kind in jeder Hinsicht dabei zu unterstützen und die Gruppendynamik entsprechend zu beeinflussen. Das Zusammenleben mit jüngeren und älteren Kindern bringt verschiedenste Vorteile mit sich. Sie lernen auf schwächere oder stärkere Kinder einzugehen, mit ihnen zu teilen, sich zu wehren, Konflikte auszutragen, wie auch einander zu helfen.Durch tägliche Aktivitäten, Spiele, Rituale und Vieles mehr, geben wir den Kindern einen geordneten Tagesablauf, in welchem sie sich gesund entwickeln können. Die Kinder werden nebst den täglichen Hilfe-stellungen in der altersdurchmischten Gruppe auch in der altersgleichen Spielgruppe zur Vorbereitung auf den Kindergarten und die Einschulung gefördert.
Die Kinder in den Wohngruppen sollen den Bezug zur Herkunftsfamilie nicht abbrechen, sondern in Ergänzung zu ihnen im Heim ein zu Hause finden. So werden die Eltern - Kind Beziehungen in dieser Form möglichst aufrechterhalten und gefestigt. Die Verantwortung der Eltern wird ernst genommen.
Aus diesem Grunde werden sie aufgefordert, an Gesprächen und Standortbestimmungen der Kinder teilzunehmen. An den Wochenenden, über die Feiertage oder für Ferienaufenthalte werden die Kinder, wenn möglich von ihren Eltern resp. Elternteilen oder anderen zuständigen Familienangehörigen besucht oder abgeholt.
Austrittsplanung
Der Austritt aus der Wohngruppe erfolgt spätestens beim Schuleintritt. In Ausnahmefällen können die Kinder auch länger im Monikaheim bleiben. Haben sich die Eltern / resp. Elternteile gefestigt und Stabilität und Konstanz erreicht, kann ein Austritt unter Einbezug von familienergänzenden Massnahmen schon vor dem Schuleintritt erfolgen.Ist keiner der beiden Elternteile in der Lage, die Verantwortung für das Kind wieder selber zu tragen, wird spätestens beim Schuleintritt eine Platzierung in eine Pflegefamilie oder ein anderes Kinderheim empfohlen. Grundsätzlich sollte ein Kind dennoch nicht unnötig lange stationär platziert bleiben. Wir wollen für jedes Kind einen guten Übergang in die neue Lebenssituation schaffen.
In der Hub 34