Begleitetes Wohnen für Mutter und Kind
Wir wollen die Frauen in ihrer Selbständigkeit fördern und unterstützen.Start- und Kernphase
Zwei Sozialarbeiterinnen erfassen die Situation der Frau und begleiten sie auf ihrem Weg. Gemeinsam machen sie sich ein realistisches Bild über ihre Möglichkeiten. Durch regelmässige Gespräche mit den Frauen werden die Zielsetzungen der Aufenthalte erarbeitet und in einzelne Teilziele resp. kurze Handlungsschritte aufgeteilt und umgesetzt. Wichtig hierfür ist ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Wo erwünscht und sinnvoll, beziehen wir auch die Väter der Kinder mit ein. Andernfalls unterstützen und schützen wir Mutter und Kind.
Die Frauen erhalten psychologische Beratung, sowie Unterstützung bei der Stellensuche, Wohnungssuche, Kontakte zu Amtsstellen wie auch Beratung bei der Beschaffung und dem Umgang mit den finanziellen Mitteln. Die einzelnen Handlungsschritte müssen jedoch von den Frauen selber umgesetzt werden.
Die Frauen können ihre Kinder während durchschnittlich zehn Stunden pro Woche in der Kriseninterventionsgruppe betreuen lassen. So finden sie Zeit, um sich den Terminen für die Stellen- und Wohnungssuche oder Besprechungen anzunehmen und sich ihrer weiteren Entwicklung zu widmen. In beratenden Gesprächen tauscht die zuständige Erzieherin der Kriseninterventionsgruppe die Beobachtungen über das Kind mit der Mutter aus, was die erzieherische Handlungskompetenz der Mutter stärken soll.
Parallel zur Einzelberatung werden die Mütter innerhalb des Monikaheimes aufgefordert, sich den regelmässigen internen Mütter-Treffen anzuschliessen, wo gemeinsame Themen besprochen werden. Je nach Zusammensetzung der Gruppe können diese sehr unterschiedlich ausfallen und von der Erziehung der Kinder über allgemeine aktuelle Frauenthemen bis hin zu Beziehungsproblemen in der Partnerschaft gehen. Durch gemeinsame Aktivitäten wie „Muki Z’morge“ mit ihren Kindern jeden 2. Samstag, gemeinsames Kochen oder das Besuchen einer Veranstaltung, werden die Beziehungen zueinander und untereinander gepflegt. Die Vertrauensbasis wird dadurch vertieft und gefestigt.
Die Frauen werden in ihren verschiedenen Rollen als Mutter, Frau und Partnerin unterstützt und in ihrer Verantwortung gestärkt. Sie sind hauptverantwortlich für die Erziehung ihrer Kinder und werden aufgefordert, ihre Pflichten wahrzunehmen. Die Grenzen und Möglichkeiten der Frauen wollen wir anerkennen. Sind die erforderlichen Handlungsschritte erfolgreich, wird der Austritt aus dem Monikaheim geplant und durchgeführt.
Austrittsplanung
Hat sich die Frau stabilisiert, ist in der Lage ihrem Kind eine förderliche Erziehung angedeihen zu lassen und traut sie sich ein Leben in Selbständigkeit zu, wird sie sich eine eigene Wohnung suchen und einem Auszug steht nichts mehr im Wege. Die Mütter werden nach ihrem Austritt während den folgenden drei Monaten begleitet, wenn sie dies wünschen.Falls sie Unterstützung in der Erziehung ihres Kindes benötigt, wird dies mit den zuständigen Behörden besprochen und entsprechende Schritte werden eingeleitet. Sollte sich eine Mutter nicht um eine Veränderung ihrer Situation bemühen, wird das Beratungs- und Mietverhältnis aufgelöst.
In der Hub 34